Wenn Stille zum Schicksal wird – und mit Hilfe das Hören zurückkehrt
Wenn Stille zum Schicksal wird – und mit Hilfe das Hören zurückkehrt
Meine Söhne Umar und Usmon kamen gemeinsam zur Welt – und doch erleben sie die Welt auf ganz unterschiedliche Weise. Umar kann die Klänge dieser Welt nicht hören, während Usmon ihre Schönheit nicht sehen kann. Als Mutter ist es schwer, in Worte zu fassen, was es bedeutet, wenn zwei Kinder nebeneinander aufwachsen und beide mit besonderen Herausforderungen leben müssen.
Als wir die Diagnose erhielten – beidseitige hochgradige Schwerhörigkeit –, brach für uns eine Welt zusammen. Für einen Moment schien alles stillzustehen. Doch gleichzeitig gab es Hoffnung: Dank moderner Medizin kann ein Cochlea-Implantat Kindern wie Umar den Zugang zur Welt des Hörens ermöglichen.
Für viele Familien mag das eine medizinische Versorgung sein. Für uns war es ein langer und schmerzhafter Weg.
Ein langer Weg zur Cochlea Implantat Operation
Wir leben in Tadschikistan, wo Cochlea Implantat Operationen nicht staatlich finanziert werden. Die Kosten waren für unsere Familie kaum zu tragen. Trotzdem wollten wir alles tun, damit unser Sohn eine Chance bekommt.
Mit großer Mühe, mit unseren Ersparnissen und mit der Unterstützung eines guten Freundes konnten wir die Operation schließlich ermöglichen. Umar erhielt sein Cochlea Implantat.
Doch unser Weg war damit nicht zu Ende
Zusätzlich wurde bei ihm eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) diagnostiziert. Seine Rehabilitation ist dadurch besonders anspruchsvoll und erfordert bis heute viel Geduld, Zeit und kontinuierliche Förderung. Jeder kleine Fortschritt war hart erkämpft. Jedes neue Geräusch, das Umar wahrnahm, jede kleine Reaktion, jede Entwicklung in seiner Wahrnehmung – all das bedeutete für uns Hoffnung. Für andere mögen es kleine Schritte sein. Für uns waren es Wunder - ein echtes Hörwunder.
Ein Moment – und das Hören war wieder verloren
Es geschah das Unvorstellbare: Umar verlor den Soundprozessor.
Mit einem einzigen Moment wurde alles anders. Ohne seinen Cochlea Soundprozessor konnte Umar nicht hören. Die Welt, die sich ihm gerade erst geöffnet hatte, verstummte wieder.
Für unsere Familie begann ein Albtraum.
Wir suchten überall – gemeinsam mit Nachbarn, über soziale Medien und mit Aushängen in Geschäften. Wir hofften, warteten und suchten weiter. Doch der Prozessor blieb verschwunden.
Was für andere vielleicht nur ein technisches Gerät ist, war für Umar der Schlüssel zur Welt. Ohne ihn war nicht nur das Hören weg. Mit jedem Tag ohne Versorgung verlor er Fähigkeiten, die er sich mit großer Mühe erarbeitet hatte. Gerade für ein Kind, das zusätzlich mit ASS lebt, ist Kontinuität in der Förderung entscheidend. Unterbrechungen bedeuten nicht nur Stillstand – sie können Entwicklung zurückwerfen.
Hilfe, die Hoffnung zurückbringt
In unserer Verzweiflung wussten wir nicht mehr weiter. Ein Ersatz war für uns finanziell nicht erreichbar. Also wandten wir uns an die Lehnhardt Stiftung.
Ich schrieb an Frau Dr. Monika Lehnhardt-Goriany und an mehrere Kontaktadressen – in der Hoffnung, dass uns jemand hören würde.
Und wir wurden gehört.
Die Reaktion der Lehnhardt Stiftung kam schnell, menschlich und ohne bürokratische Hürden. In einer Situation, in der jeder Tag zählte, zögerte die Stiftung nicht. Sie half.
Doch was dann geschah, hat uns tief bewegt:
Statt nur eines Ersatzprozessors erhielt Umar zwei Geräte – zusätzlich mit Zubehör und Batterien.
Diese Hilfe war für uns weit mehr als eine technische Unterstützung. Sie bedeutete Sicherheit, Entlastung und vor allem Zukunft.
Dank der Unterstützung der Lehnhardt Stiftung erhielt Umar:
- zwei Sprachprozessoren für sein Cochlea-Implantat
- zusätzliches Zubehör und Batterien für die kontinuierliche Versorgung
- mehr Sicherheit im Alltag, falls erneut etwas verloren geht
- die Chance, seine Rehabilitation ohne lange Unterbrechung fortzusetzen
- neue Hoffnung für seine weitere Entwicklung.
Dankbarkeit, die kaum in Worte zu fassen ist
Dank des Engagements der Lehnhardt Stiftung kann Umar wieder hören. Er kann weiter lernen, weiter Fortschritte machen und weiter die Welt entdecken.
Für unsere Familie ist diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.
Denn ein Sprachprozessor ist nicht einfach nur ein Gerät. Für Umar ist er der Zugang zu Stimmen, zu Sprache, zu Beziehung, zu Entwicklung und zu Teilhabe. Er ist der Unterschied zwischen Stille und Verbindung.
Von Herzen danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Lehnhardt Stiftung. Sie schenken Kindern wie Umar nicht nur Technik – sie schenken ihnen Chancen, Entwicklung und Lebensqualität.
Gemeinsam mehr bewirken
Umar hatte das Glück, gehört zu werden. Doch viele andere Kinder warten noch immer auf genau diese Chance.
Weltweit gibt es Familien, die vor denselben Hürden stehen: fehlende Finanzierung, hohe Kosten, verlorene oder defekte Geräte und wertvolle Zeit, die nicht zurückgeholt werden kann. Gerade für Kinder mit Hörbeeinträchtigungen zählt jeder Tag. Jede rechtzeitige Hilfe kann Entwicklung ermöglichen. Jede Spende kann Zukunft schenken.
Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Lehnhardt Stiftung.
Mit Ihrer Spende helfen Sie Kindern, die dringend auf Hörhilfen, Ersatzteile, Sprachprozessoren oder andere lebenswichtige Versorgung angewiesen sind.
Sie spenden nicht nur für ein Gerät
Sie fördern Hörwunder
Sie ermöglichen Zukunft
Helfen Sie mit, dass mehr Kinder wie Umar die Welt hören können.
Jede Spende zählt. Jede Hilfe verändert ein Kinderleben.
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